Umweltgerechte Architektur
Umweltgerechte    Architektur

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anerkannter Sachverständiger
für Schall- und Wärmeschutz

über 37 Jahre Architektenerfahrung
Lph. 0 bis 8 - Wettbewerb bis zur Bauleitung

Dipl. Ing. Architekt

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GEG 2019 Die wichtigsten Neuerungen - Stand Nov.2018

  • Das neue Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) führt Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammen. Nach einigen im Sande verlaufenen politischen Anläufen soll es Anfang 2020 nun veröffentlicht und wahrscheinlich ab Anfang 2021 verbindlich werden. Nach Veröffentlichung können die Lobbyverbände noch zeigen, was sie können, dann geht es hoffentlich über den Bundesrat in die Offenlage.
  • Außer der Reduzierung bringt das Gesetz keine wesentlich neuen Ansätze und Neuerungen.
  • Maßgeblicher Wert der energetischen Qualität bleibt der "fiktive Wert" des Primärenergiewert QP.  Er wird sogar aufgewertet auf dem Bandtacho des Energieausweis. Bisher war dies mit dem Endenergiewert annähernd der bezahlte Wert des Verbrauchs. Man konnte sich auch nicht auf eine physikalische Größe, wie den CO2 Wert einigen. Jedoch sollen demnächst CO2 Werte im Nachweis und Ausweis nachrichtlich angegeben werden. Wobei noch unklar ist wo die belastbaren Werte herkommen sollen?
  • Maß der Vergleiche im Referenzgebäude ist demnächst eine Gas- Brennwertheizung statt einer Öl-Brennwertheizung. Dadurch verschärfen sich die Primärenergiewertkennwerte um 5%.
  • Der KfW 55 Standard soll in Etwa das von der EU geforderte Niedrigstenergiehaus darstellen.
  • Primärenergiefaktoren können demnächst auch unabhängig vom GEG festgelegt werden. KWK Anlagen sollen einen optimistischen Wert von 0,6 erhalten.
  • Die in Arbeit befindliche neue DIN 18599/2018 soll auch für Wohngebäude ausschließlich als Berechnungsverfahren dienen. Bis 2021 kann in einer Übergangsfrist noch DIN V 4108-6 und DIN V 4701-10 benutzt werden (15-20% bessere Werte).
  • Es wird Vergünstigungen für PV Anlagen geben. Bei Neubauten ohne Speicher dürfen psh 150kWh (200kWh bei Speicher) je kW install. Anlagenleistung und 70% des Endenergiebedarfs Strom abgezogen werden. Jedoch max. 20% (25% bei Speicher) des Jahresprimärenergiebedarfs. Gilt nicht bei Stromdirektheizungen! Damit erscheinen PV Anlagen dann rentabler als thermische Solaranlagen.
  • Die Jahresarbeitszahl von Wärmepumpen Luft/Wasser und Luft/Luft wird um 0,2 angehoben auf 3,7 für Anlagen ohne WW und 3,5 für Anlagen mit WW.
  • Falls bei einem Neubau keine erneuerbaren Energiequellen eingeplant werden können, muss die Übererfüllung des Wärmeschutzes nur noch 10% statt 15% betragen.
  • Bei Altbauten muss demnächst der Nachweis nur noch im Bauteilverfahren erfolgen, auch wenn die Heizungsanlage ausgetauscht wird.
  • Bauträger müssen vor Fertigstellung für die Vermarktung bereits einen (vorläufigen) Energieausweis haben.
  • Einerseits sollen bessere Sorgfaltspflichten eingeführt werden anderseits soll jeder Ausstellungsberechtigte, auch Handwerker, Ausweise für Nichtwohngebäude ausstellen dürfen.
  • Das 3stufige Prüfverfahren der Nachweise gemäß DiBt Zufallsgenerator bleibt bestehen. Zur Zeit werden 500 Nachweise jährlich geprüft.
  • Alle Neuigkeiten zum GEG gibt es auf: www.bbsr-energieeinsparung.de

Schallschutz

  • Neuigkeiten der DIN 4109
    C-Werte (Spektrum Anpassungswerte) werden erstmals genannt
    Störpegel wird bei 53 dB von 30 dB auf 25 abgesenkt.
    Nachweis erfolgt über 13 Wege Berechnung
  • 5 dB Stufen ergeben erst eine deutliche Schallschutzverbesserung
  • Ein Anspruch nichts mehr vom Nachbarn zu hören ergibt sich erst ab 65 dB Luftschallschutz
  • Trockenbauwände aus Gips sind schlecht in tiefen Frequenzen (Dröhnen unter 100 Hz).
    Deshalb den C bzw. Ctr Wert berücksichtigen.
  • Es sollte immer ein Schallschutzniveau vereinbart werden. Dabei sind die Werte der DIM 4109 das allerunterste Level. Dies muss nicht mehr erwähnt werden, weil es selbstverständlich ist.
  • 54 dB Luftschallschutz können als Mindestschallschutz zwischen Wohnungen angesehen werden.
    59-60 dB bilden den erhöhten Schallschutz.
  • Grundsatzurteil OLG Zelle:
    Geplante Konstruktionen müssen auch die für sie üblichen Anforderungen erfüllen, auch wenn die Mindestwerte der DIN nicht unterschritten werden.
  • Schallschutzprobleme bei Gipsdielen = leichte massive Innentrennwände.
  • Bei Gesamtsanierungen sollten auch Decken schalltechnisch verbessert werden.
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© Georg Rattay